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NABU Infostand im Rahmen der “Gönn Dir Garten Aktion am 18.06.2021 

 

Die NABU Gruppe Beilstein begleitet die “Gönn Dir Garten” Aktion mit einem Informationsstand im Rahmen des Wochenmarktes auf dem Kelterplatz in Beilstein am Freitag, den 18.06.2021 von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr 

unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln. 

 

Alles Unkraut? Von wegen! Wildpflanzen wie Giersch, Brennnessel oder Löwenzahn sind Wildpflanzen, die es in sich haben. Optisch und geschmacklich sind sie eine Bereicherung für jeden Garten. Viele Wildkräuter haben eine heilende Wirkung bei allerlei Krankheiten. Zudem leisten Gärtner einen Beitrag zum Artenschutz, wenn sie diesen Pflanzen eine Heimat im Garten oder auf dem Balkon bieten. Warum also nicht ein wildes Beet im Garten anlegen, wo Wildkräuter ungestört wachsen dürfen? 

Unsere Gemüsesorten stammen sämtlich von Wildpflanzen ab. Auch bei den Zierstauden gibt es Wildarten, die Insekten besonders schätzen. Besonders die Wildkräuter sind seit einiger Zeit sehr angesagt. Das zeigen Wildkräuterführungen oder grüne Smoothies, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Kein Wunder, denn viele dieser vermeintlichen Unkräuter wurden in früheren Zeiten als Heilpflanzen genutzt. 

So wird Löwenzahn seit Jahrtausenden als Heilmittel für Leber und Galle eingesetzt. Er senkt den Blutzuckerspiegel und hilft dem Darm im Frühjahr auf die Sprünge. Die Samen der Brennnessel sind ein wahres Superfood und schmecken nussig herb. Die Blätter können als Tee oder im Salat verwendet werden. Sie enthalten viele Vitamine. Schleimlösende Wildkräuter sind Vogelmiere und der Spitzwegerich. Der von Gärtnern verhasste Giersch hilft bei Gicht – wie der Name schon vermuten lässt, indem er Harnsäure im Körper neutralisiert. 

Aber nicht nur die Menschen, auch die Insekten profitieren von einem Wildkräuterbeet. Gundermann, Taubnessel und Barbarakraut sind wichtige Insektenweiden. Sie blühen früh und liefern reichlich Nektar oder dienen Raupen als Futterpflanzen. Ganz nebenbei sind sie essbar und schmecken als Salat oder Spinat zubereitet sehr gut. Auch ein Beet aus heimischen Wildstauden wirkt wie ein Magnet auf Falter und Bienen. In der Sonne auf Sandboden setzen etwa Moschusmalve, Natternkopf, Wiesen-Flockenblume und Blut-Storchschnabel schöne Akzente, liefern Pollen und Nektar und sind dazu noch optimal an Klima und Boden angepasst. Auch Vögeln dienen Wildpflanzen als wichtige Nahrungsquelle. Sie sammeln Samen der Wilden Karde, von Mädesüß und Buchweizen oder suchen im Herbst die Beeren von Wildgehölzen wie Weißdorn, Schlehe oder Vogelbeere.  

Wilde Schönheiten, die trockenen Böden und Schädlingen trotzen, sind die Wildrosen. Die Hundsrose, die Essigrose mit ihrer hohen Schattenverträglichkeit oder die Kriechrose erfreuen mit Rosenduft und schönen Hagebutten. Ihr dichtes Gehölz eignet sich gut zum Bewachsen von Mauern und bietet Brutmöglichkeiten für viele Vogelarten. Wildrosensorten haben keine gefüllten Blüten. So können Insekten den Nektar leichter erreichen als bei gezüchteten Sorten. 

Auch dem Boden im Garten kommen Wildpflanzen zugute. So schützen ihn Kleearten vor Erosion und verbessern ihn. Es gibt aber auch ungenießbare, weil giftige Wildpflanzen, wie den Rainfarn. Ihn kann man zwar nicht essen, aber wunderbar gegen Pilze und Blattläuse einsetzen. Dafür bereitet man ihn beispielsweise zusammen mit Schachtelhalm als Aufguss zu. Frühzeitig auf die Pflanzen aufgebracht, hilft der Sud, den Garten oder den Balkon gesund zu halten. 

Warum also nicht die „Unkräuter“ einfach stehen lassen? Insekten und Vögel freuen sich und auf der nächsten Gartenparty kann man seine Gäste mit leckeren Wildkräuter Rezepten beeindrucken. 

Mit unserem Informationsstand möchten wir Sie über unsere Arbeit und Projekte informieren und Ihnen die Gelegenheit für persönlichen Austausch bieten.  

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 


Schwalben willkommen!

Noch kennt sie jeder, die Flugkünstler, die das Ende des Winters verkünden. Jahrhunderte lang gehörten sie ganz selbstverständlich in jedes Dorf, auf jeden Bauernhof und auch in jede Stadt.   

Als Kulturfolger haben sich Mehl- und Rauchschwalben an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst. Doch trotz ihrer Anpassung gehen die Schwalbenbestände seit Jahren zurück. Intensive Landwirtschaft, Versiegelung der Landschaft, schwalbenunfreundliche Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden und Beseitigung von Nestern machen ihnen das Leben schwer. Mangel an geeignetem Nestbaumaterial, fehlende Nistplätze und unzureichendes Nahrungsangebot sind die Folgen.  

Schon seit einigen Jahrzehnten nisten Schwalben in Beilstein und sind immer wieder auf der Suche nach geeigneten Standorten für ihre Nester. An manchen Stellen ist eine starke Sonneneinstrahlung ein Hindernis, jedoch haben die Schwalben sich bei uns schattige Plätzchen gesucht, erfolgreich Nester gebaut und ihre Jungen aufgezogen.  

Um den kleinen Flugkünstlern unter die Arme zu greifen, konnten wir von der NABU Gruppe Beilstein nun weitere Nisthilfen anbringen.  

Der NABU versucht mit dem Projekt "Schwalben willkommen!" auf den Rückgang der Schwalben aufmerksam zu machen und zeichnet vor allem Menschen aus, die es Schwalben ermöglichen, bei ihnen zu nisten, in dem Sie Nisthilfen aufhängen oder die Tiere z.B. auch mit dem Anlegen von Lehmpfützen unterstützen.  

So durften wir im Namen des NABU unseren Schwalbenfreunden die Ehrenurkunde mit der Auszeichnung “schwalbenfreundliches Haus” überreichen.    

Für die Bereitschaft, noch mehr Schwalben bei sich zu beherbergen und ihr Engagement, mit gutem Beispiel voran zu gehen, bedanken wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich!  

Wenn auch Sie ein Herz für Schwalben haben, dann melden Sie sich bei uns!  

Wir unterstützen Sie gerne mit kostenfreien Nisthilfen und beraten Sie auch in Bezug auf die Anbringung.   

Kontakt per e-Mail: info@nabu-beilstein.de 

 


BBQ Drive In meets Naturschutz

Wir bedanken uns beim BBQ Drive In des Weinguts Krohmer für die großzügige Spende von 250 €, die wir am 21. März 2021 persönlich entgegennehmen durften.  

Schon seit einigen Jahren nisten auf dem Betriebsgelände des Weinguts Mehlschwalben und ziehen dort ihre Jungen auf, berichtet uns Frau Krohmer. 

In diesem Jahr werden dort noch mehr Schwalben ein Zuhause finden, da wir vom NABU Beilstein auch Familie Krohmer mit weiteren Nisthilfen ausstatten und bei der Anbringung beraten dürfen. 

Auch das Thema Nachhaltigkeit kommt beim BBQ Drive In nicht zu kurz. Die Verpackungen bestehen fast ausnahmslos aus Recycling Material. „Wir haben einige Zeit nach einer nachhaltigen, umweltfreundlichen Verpackung gesucht und auch keine Mehrkosten gescheut, um die Produktion von Müll so weit wie möglich zu reduzieren“ erzählt uns Marc Kübler. 

Trotzdem fällt immer noch einiges an Müll an. Mit der Spende möchte das Team des BBQ Drive In daher der "Natur etwas zurückgeben". 

 

Familie Krohmer liegt der Naturschutz am Herzen, mit der Spende möchte sie regionale Projekte unserer NABU Gruppe Beilstein unterstützen wie z.B. die Anbringung weiterer Nisthilfen.  

 

Wir bedanken uns bei Familie Krohmer für die Bereitschaft mit gutem Beispiel voran zu gehen und Ihre Unterstützung nochmals herzlich!